Chronik

1990

In diesem Jahr wurden die ersten Spannungen zwischen Mitgliedern aus der Pool und Karambol-Abteilung deutlich sichtbar. Zwei Sportarten, die nur die Bezeichnung Billard in ihrem Nachnamen trugen, aber von gegensätzlichen Mentalitäten der Menschen geprägt waren. Außerdem hatten sich, wie es in einer immer größer werdenden Gemeinschaft mit sich bringt, ganz schwarze Schafe in unserer Gemeinschaft Zutritt verschafft. Mittlerweile zählte der Verein 150 Mitglieder. Der Jugendanteil beim Mitgliederbestand wuchs enorm.

 

Die Jahre ab 1991

brachten Höhen und Tiefen in der Organisation des Spielbetriebes Pool und Karambol mit sich. Eine dieser für den Vorstand unverständlichen Entwicklung war die ständig von einem Verband dem Pool Billard Verband-Rhein-Ruhr verhängten Bußgelder. Diese wurden immer fällig , egal was auch geschah. War der Anrufbeantworter des Verbandes voll und Ergebnisse konnten nicht durchgesagt werden 20,00 DM Strafe. Bestandserhebungen des LSB wurden über Karambol getätigt . Der Poolverband war beleidigt 50,00 DM Strafe. Es könnten hier noch witzigere Beispiele aufgezeichnet werden, aber lassen wir das Thema. Der Spielbetrieb verlief zumindest bei den Karambolern geordnet.

Im Bereich Poolbillard wurde die erste Hobbyligamannschaft des Vereins gegründet. Die erste Mannschaft spielte nach wie vor in der zweiten Bundesliga mit Tendenz Klassenerhalt. Das änderte sich schlagartig, als den Verein Dirk Peßarra und Kersten Reinartz verließen. Mit den Neuzugängen Henny Bult aus Enschede, Martin Ros aus Hengelo und Henning Birner aus Witten und Frank Luczak aus Datteln konnte die Liga nicht gehalten werden. Der Abstieg 1994 war die logische Konsequenz.

1994 Bekam der Verein BC Herne-Stamm mit den Billardfreunden Sodingen 1963 Gäste in die Vereinsräume, die ebenfalls kein Vereinslokal mehr hatten. Auf dem kleinen Billard spielte man getrennt, auf dem großen Billard wurde die erste gemeinsame Dreibandmannschaft gemeldet.

Im Januar 1994 wechselte beim BC Herne-Stamm der Vorstand. Franz-Josef Becker war im Laufe des Jahres 1993 aus gesundheitlichen Gründen ausgeschieden. Ulrich Krämer übernahm den Vorsitz des Vereins. Schon 1996 änderte sich der Vorstand erneut, Werner Plischka übernahm den Vorsitz, Ulrich Krämer den Geschäftsführer und „Finanzminister“.

In der Zwischenzeit hatten sich zwei weitere Pollbillardvereine in der Falkschule Unterschlupf gefunden. Der PBC Recklinghausen und die Globetrotter aus Herne belebten den Spielbetrieb Pool. Aus beiden Vereinen haben wir noch im Jahre 2002 Mitglieder.

 

1995

Wechselt der Poolbillardabteilung des BC Herne-Stamm den Landesverband, Karambol war im Billard Verband Westfalen aufgehoben, wohin nun auch die Poolbillardabteilung wechselte. Der große Vorteil des Vereins war die einfache Handhabung der gesamten Regularien nur noch mit einem Verband abzuwickeln.

Zur Ruhrolympiade 1996 hatte der Verein nun auch im Erdgeschoß der Falkschule zwei Räume angemietet, die für die Poolbillardabteilung genutzt wurde, mit fünf Poolbillardtischen nicht gerade sehr viel bei dem heutigen Spielbetrieb mit drei Hobbyligamannschaften und sechs Verbandsteams. Das Zusammenleben der beiden Spielarten wurde von Jahr zu Jahr besser. Nachdem einige Unerwünschte von sich aus gegangen waren, kehrte Ruhe in den Verein.

Das Spielsystem im Bereich Karambol hatte sich auch geändert. Es wurde die Bundesliga 1+2 Dreiband , sowie die Deutsche Mehrkampfmeisterschaft Klasse 1+2 in den Spielarten Freie Partie, Cadre 47/2, Cadre 71/2 und Einband eingerichtet. Die Dreibandmannschaft spielte in Liga zwei mit unterschiedlichen Erfolgen, soll heißen Auf- und Abstieg gingen Hand in Hand. In dem Spielsystem Mehrkampf spielte die erste Mannschaft auf Landesebene bis 1998.

 

1998

Die Poolbillardabteilung bekam mit Mario Brosch und Sike Falkus, zwei wichtig Personen, die der Abteilung nun ein neues Gesicht gaben.

Mit Marc André Annen und Diana Stateczny wurden zwei Jugendlich zu Deutschen Meistern. Diana schaffte sogar noch den Sprung auf europäischer Ebene.

Der Sprung in die zweite Bundesliga Pool schafften die Stammer nicht. Sie kämpften Jahr um Jahr um den Aufstieg, schafften diesen aber nicht.

In diesem Jahr schaffte die Mehrkampfmannschaft Karambol den Sprung in die erste Klasse Deutsche Mannschaftsmeisterschaft. Nach Sicherung des Klassenerhalts kamen mit Markus Melerski, ein guter Freie Partie Spieler, hinzu. Die Mannschaft belegte am Ende Platz 4.

Im gleichen Jahr gesellte sich der Schachklub Sodingen in die Vereinsräume der Stammer.


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